In den letzten Jahren stellen nahezu jährlich regional auftretende Wildschweinschäden auf Grünlandflächen ein großes Problem dar. Auch NAT-Naturschutzflächen sind heuer nach den intensiven Niederschlägen Ende Feber wieder von massiven Wildschweinschäden betroffen und werden zur Plage.
Durch die meist milden Winter, heuer ausgenommen, gibt aus kaum Ausfälle beim Nachwuchs, damit können sich die Wildschweine ungehindert vermehren. Dazu kommen regelmäßige Eichelmastjahre, wodurch das Futterangebot zunimmt und damit auch die Fruchtbarkeit der Wildschweine positiv beeinflusst. Als Ausgleich zum pflanzlichen Eiweiß werden in der Folge auf der Suche nach tierischem Eiweiß zunehmend Grünlandflächen umgebrochen.
Für viele Betriebe mit NAT-Naturschutzflächen, welche auf die Heugewinnung angewiesen sind, stellt dies ein Problem dar und verursacht jährlich einen hohen Zeitaufwand und einhergehenden Ertragsverlust. Dazu kommt vor allem auf NAT-Grünlandflächen das Verbot, dass Ein- und Nachsaaten auf diesen Flächen grundsätzlich nicht erlaubt sind. Werden Nachsaaten oder Einsaaten nach einer vorhergehenden maschinellen Bearbeitung (Grubber, Mulcher, Kreiselegge) durchgeführt, ist dies nur nach Rücksprache mit der die Projektbestätigung ausstellenden Landesdienststelle möglich.
Darum ergeht an alle betroffenen Betriebe die Aufforderung, bei Nach- und Einsaaten auf NAT-Grünlandflächen Kontakt mit dem zuständigen BERTA-Gebietsbetreuer aufnehmen, damit die Projektbestätigungsauflagen entsprechen abgeändert werden.
Das Projekt „Betriebsberatung zur Förderung der Biodiversität und Evaluierung von Schutzgutflächen“ des Vereins BERTA wird gefördert von Land Burgenland und der Europäischen Union.
DI Gottfried Reisner
Verein BERTA-Geschäftsführer/Gebietsbetreuer