Die ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen tragen nicht nur zur Biodiversität bei, sondern auch zum Klimaschutz. Derzeit werden im Burgenland rund 16.500 ha im Rahmen der ÖPUL-Naturschutzmaßnahme bewirtschaftet.
Im Rahmen von LE-Naturschutzprojekten des Vereines BERTA liegt seit Jahren immer ein Schwerpunkt auf der Beratung der Betriebe und die fachliche Begleitung der ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen. Den BERTA-Naturschutzberatern obliegt aber auch die fachliche Verwaltung aller beantragten NAT-Flächen im Naturschutzlayers (NALA) der AMA. Im NALA-GIS erfolgt die Abwicklung und digitalen Erfassung der Auflagenpakete der, von den Naturschutzbetrieben, beantragten NAT-Flächen (= aus Naturschutzgründen mit besonderen Pflegeauflagen versehene Flächen).
Von den Betrieben werden derzeit insgesamt ca. 20.000 Naturschutzflächen (NAFL) beantragt, wodurch folglich im Schnitt eine Fläche ca. 0,85 ha aufweist, wobei Grünlandflächen grundsätzlich etwas kleiner (ca. 0,60 ha) sind.
Mit dem neuen ÖPUL 2023-Programm konnte die Flächenprämien für die Grünland-Auflagenpakete um ca. 30% gesteigert werden, wodurch ein Anreiz für die Betriebe geschaffen wurde, viele neue NAT-Grünlandflächen zu beantragten. Die Flächenprämien für die NAT-Ackerflächen konnten grundsätzlich gehalten werden.
Mit gezielt entwickelten Naturschutz-Ackerflächenprojekten konnte nicht nur ein Beitrag zur Biotopvernetzung erzielt werden, sondern auch erreicht werden, dass im Antragsjahr 2025 erstmals mit ca. 8.500 ha NAT-Ackerflächen die NAT-Grünlandflächen überholt wurden.
Nunmehr wurde eine Zwischenbilanz gezogen, welche als durchaus erfolgreich bezeichnet werden. Dazu werden 2 Grafiken präsentiert.
Grafik 1: Entwicklung Betriebe, Flächen und Gesamtprämie
Grafik 2: Entwicklung der NAT-Acker- und Grünlandflächen.
Das Projekt „Betriebsberatung zur Förderung der Biodiversität und Evaluierung von Schutzgutflächen“ des Vereins BERTA wird gefördert von Land Burgenland und der Europäischen Union.
DI Gottfried Reisner
Verein BERTA-Geschäftsführer