Schutzgebietsbetreuung

Aufgaben der Schutzgebietsbetreuung

Die langfristige Sicherung des Erhaltungszustandes von Schutzgebieten kann ohne Betreuung nicht gewährleistet werden. Das System der Gebietsbetreuung erweist sich bereits in vielen Mitgliedsländern der Europäischen Union und auch in Österreich seit mehreren Jahren als zweckmäßiges und notwendiges Instrument. Die langjährige Erfahrung der im Naturschutz tätigen ExpertInnen zeigt, dass hoheitlich verordnete Vorschriften bzw. Managementpläne zwar einen notwendigen Handlungsrahmen darstellen. Dieser reicht jedoch nicht aus, um den Erhaltungszustand von Schutzgebieten ausreichend und nachhaltig zu sichern.

Um Lebensräume und die darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, sind vielfach aktive Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Maßgeblich für den Erfolg einer Schutzgebietsbetreuung ist die Zusammenarbeit mit Bewirtschaftern, Nutzungsberechtigten und Eigentümern (Stakeholder); Kernaufgabe der Schutzgebietsbetreuung ist die engagierte Einbindung dieser Betroffenen.

Die Gebietsbetreuung muss kontinuierliche Bewusstseinsbildung betreiben, insbesondere durch persönliche Gespräche, um den Akteuren vor Ort und der Bevölkerung den Wert der geschützten Gebiete zur Kenntnis zu bringen.

Die Schutzgebietsbetreuung führt somit zu einer nachhaltigen Pflege und Nutzung auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen und somit zu Wertschöpfung und Entwicklung von Arbeitsplätzen unmittelbar in den geschützten Regionen. Die nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege weiter Landschaftsteile des Burgenlandes mit ihren einzigartigen Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten ist weiters Grundlage und Voraussetzung für Fremdenverkehr und Tourismus.

Auf die Etablierung einer Schutzgebietsbetreuung sollte oberste Priorität gelegt werden und kommt auch europäischen und internationalen Vorgaben nach, insbesondere zur Umsetzung der Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union.

Der Verein BERTA wurde im Rahmen des LE-Naturschutzprojektes „Schutzgebietsbetreuung Burgenland“ (Laufzeit April 2016 bis März 2019) aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung in der Schutzgebietsbetreuung und seiner besten fachlich vernetzten MitarbeiterInnen, wieder mit der Betreuung der Schutzgebiete des Landes beauftragt.

Im diesem Projekt erstreckt sich der Aufgabenbereich der Schutzgebietsbetreuung über das ganze Landesgebiet.

Im Einzelnen werden nachfolgende Aufgabenschwerpunkte verfolgt:

  • Erhaltung und Entwicklung von landwirtschaftlich genutzten, naturschutzfachlich wertvollen Flächen („ÖPUL-Vertragsnaturschutz“)
  • Flächenmanagement der Schutzgebiete des Landes
  • Begleitung von Arten- und Lebensraumschutzprojekten
  • Beratung, Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit
  • GIS-Verwaltung naturschutzrelevanter Daten
  • Erhaltung ökolgischer wertvoller Waldflächen in Europaschutzgebieten 

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