Langes Kartierungsjahr 2020 abgeschlossen

Langes Kartierungsjahr 2020 abgeschlossen

Kleines Knabenkraut (war heuer sehr häufig anzutreffen)

Steile WF-Flächen in KG Glashütten b. Schlaining

Im Rahmen des Ende September ausgelaufenen LE-Projektes „"Kartierung und Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben zur nachhaltigen Bewirtschaftung“ von ausgewählten Grünlandlebensräumen sind heuer ca. 250 ÖPUL-Naturschutzbetriebe kartiert worden.

Auch im Nachfolgeprojekt „Naturraummanagement Burgenland“ waren bis Jahresende weitere 40 Betriebe zu kartieren. Die Erhebungen und Vor-Ort Kartierung von Glatthafer-, Feucht-, Mager- und Streuobstwiesen konzentrieren sich auf ausgewählten Regionen außerhalb von Europaschutzgebieten, sowie Pfeifengraswiesen und Brenndolden-Auenwiesen in Europaschutzgebieten. Im Schnitt werden 3-5 WF-Naturschutzflächen pro Betrieb kartiert und mittels Erhebungsblätter dokumentiert.         

Die ausgewählten Regionen sind z.B. Landschaftsschutzgebiete, welche nicht in Europaschutzgebieten liegen oder an Europaschutzgebiete angrenzenden Areale.

Mit den milden Temperaturen bis in den Spätherbst waren heuer Vor-Ort Kartierungen bis Ende November möglich. Kartierungen sind generell vor der 1. Mahd, im Zeitraum vom Ende Mai bis Ende Juni, am effektivsten, da hier auch die Gräser angesprochen werden können.

Aufgrund der der Niederschläge Ende August wurden viele 2-mähdige WF-Flächen erst im September gemäht, wodurch der 3. Aufwuchs oft spärlich aufgekommen ist und kaum Gräser vorhanden war.

Wir beobachten, dass auf den spät gemähten extensiven Grünlandflächen der Gräseranteil aufgrund der meist im Sommer vorherrschenden Trockenheit immer mehr abnimmt. Gedüngt werden Grünlandflächen auch nur mehr von viehhaltenden Betrieben, demzufolge nimmt auch der Futterertrag stark ab.

Das Projekt "Naturraummanagement" des Vereins BERTA wird gefördert von Land Burgenland und der Europäischen Union.

DI Gottfried Reisner, Geschäftsführer