Kartierungsjahr 2020 - Zwischenbilanz

Kartierungsjahr 2020 - Zwischenbilanz

Feuchtwiese (Bach-Kratzdistel

Basenarme Magerwiese (Heidenelke)

Im Rahmen des derzeit laufenden LE-Projektes „Kartierung und Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben zur nachhaltigen Bewirtschaftung“ von ausgewählten Grünlandlebensräumen sind pro Jahr wieder mind. 200 ÖPUL-Naturschutzbetriebe zu kartieren. Mit den Kartierungen wurde Ende März bis Anfang April bereits begonnen.

Mit den milden Temperaturen im Frühjahr und den geringen Niederschläge bis Mitte Mai hat sich die Vegetation auf den Naturschutzflächen sehr unterschiedlich entwickelt. Durch die Wärme und Trockenheit haben sich zunächst vor allem die Kräuter relativ früh gezeigt. Wie z.B. Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut, Schlüsselblume, diverse Fingerkrautarten.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit haben sich die Gräser nur sehr spärlich entwickelt und sind erst nach den ersten ausgiebigen Niederschlägen Ende Mai dichter gewachsen, wo sich dann auch das Untergras entwickelt hat. Auffällig waren die oft in großer Zahl vorhandenen Orchideen (z.B. Kl. Knabenkraut, Fingerknabenkraut).

Durch das dann im Juni folgende unbeständige Wetter waren Kartierungen bis Ende Juni möglich, wodurch auch viele Pflanzen in der Blüte anzutreffen waren und die Gräser angesprochen werden konnten. Ein Großteil der Naturschutzflächen war nämlich bis zu letzten Juniwoche noch nicht gemäht.

Kartierungen werden von den BERTA-Mitarbeitern auch im Sommer (2. Aufwuchs) und wenn notwendig auch Herbst durchgeführt, da es aufgrund der Anzahl von zu kartierenden Betrieben (50 Betriebe pro Mitarbeiter) zeitlich nicht möglich ist, alle Kartierungen vor der 1. Mahd durchzuführen. Im Schnitt werden 4-5 WF-Naturschutzflächen pro Betrieb kartiert und mittels Erhebungsblätter dokumentiert.         

DI Gottfried Reisner, Geschäftsführer